Posttraumatische Belastungsstörung

Was ist ein psychisches Trauma:

Ein Trauma ist eine seelische Verwundung, die durch physische oder psychische Gewalt oder durch ein besonders belastenden Ereignis ausgelöst wird, dass bei nahezu jedem Menschen tiefe Verzweiflung auslösen würde.

Wie und in welchem Maß Menschen auf traumatische Ereignisse reagieren, hängt von vielen Faktoren ab: vom Alter, von der Art und Stärke des Erlebnisses, von der persönlichen Situation und von den persönlichen Ressourcen, über die der Betroffene zu der jeweiligen Zeit verfügt.

Nach einem traumatischen Ereignis kommt es häufig zu einer Erschütterung des Ich- und des Weltverständnisses. Es treten verschiedene Symptome auf, die bei den meisten Traumatisierten in ähnlicher Form zu finden sind.

Symptome der PTBS:

Typisch ist, dass die Betroffenen sich einerseits nicht mehr genau an das belastende Ereignis erinnern können, andererseits aber bestimmt belastende Aspekte der traumatische Situation immer und immer wieder erleben. Dies geschieht in Form von Albträumen, plötzlich auftauchenden Erinnerungsfetzen, Bildern oder Körpergefühlen, die kaum gesteuert oder beeinflusst werden können.

Auch ähnliche Situationen oder nur einzelne, an sich harmlose Reize können alle erlebten psychischen und physischen Beschwerden und Gefühle wie Angst, Hilflosigkeit, Ausgeliefertseins, Verzweiflung, wortloser Terror, aber auch Scham- und Schuldgefühle wieder reaktivieren. Dieses Phänomen nennt man"Flashback". Dazu reicht oft schon ein Geräusch, ein Geruch, eine bestimmter Ort, ein Mensch, der z. B. an den Täter erinnert.....

Die Betroffenen meiden deshalb zunehmend Situationen, Gedanken, Orte und Menschen, die diese Reaktionen auslösen könnten und ziehen sich immer mehr aus ihrem Alltagsleben zurück.

Traumatiserte Menschen sind oft massiv in ihrer Stimmung beeinträchtigt. Sie fühlen sich stumpf, freudlos, betäubt, von ihrer Umwelt distanziert und verlieren das Interesse an Aktivitäten, die frühe Freude gemacht haben. Es entsteht Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, die Betroffenen ziehen sich zurück und verlieren so hilfreiche Sozialkontakte.
Die eigene Zukunft erscheint oft nicht mehr lebenswert, sondern bedrohlich. Die Betroffenen befinden sich in einem ständigen Zustand der Übererregung. Sie sind reizbar und schreckhaft, fühlen sich innerlich ruhelos, neigen zu Wutausbrüchen, haben Schlafstörungen und leiden unter Konzentrationsproblemen.

Damit ist die Lebensqualität der Betroffenen deutlich beeinträchtigt. Viele entwickeln in Folge Depressionen, psychosomatische Erkrankungen oder versuchen, ihre Ängste mit Alkohol oder Drogen zu betäuben.

Trauma und Gehirn

Traumatisierende Erlebnisse führen zu einer akuten Stressreaktion, die das Stresshormonsystem durcheinander bringt. Dadurch werden Betroffene besonders empfindlich für Belastungen und reagieren auch auf einfache Stresssituationen im Alltag übermäßig stark.

Die neurobiologischen Ursachen für die Posttraumatische Belastungsstörung sind noch nicht abschließend geklärt. Sicher ist aber, dass bei den Betroffenen unter anderem die Amygdala übermäßig aktiv ist. Diese Hirnregion ist für das Erkennen und Einstufen von Gefahren zuständig. Gleichzeitig zeigt der ventromediale präfrontale Cortex eine deutlich verringerte Aktivität. In diesem Bereich in der Hinrinde wird bei gesunden Menschen die Furchtreaktion kontrolliert. Außerdem können Betroffene das traumatische Ereignis nicht als "normale Erinnerung" im Hippocampus, der für die die Gedächtnisbildung zuständig ist, abspeichern. Stattdessen erfolgt eine Art Fehlspeicherung, die das normale Erinnern des Ereignisses erschwert bis unmöglich macht. Statt dessen treten dann die quälende Flashbacks auf.

Bei einer Bearbeitung des Trauma mit EMDR kann die traumatische Situation neu im Gehirn verarbeitet und danach in den richtigen Gehirnarealen abgelegt werden. Dies führt zu einer deutlichen Entlastung und Stressreduktion! Siehe EMDR.

 

Praxis für Psychotherapie und EMDR Köln Koeln

Praxis für Psychotherapie und EMDR
Ruth Wagner-Fell
Dipl. Sozialpädagogin und
Heilpraktikerin (Psychotherapie)
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